Studentische Vollversammlung stimmt pro Dietenbach

Logo StuRa Uni Freiburg

Auf der studentischen Vollversammlung am 12.12 hat die Studierendenvertretung folgende Stellungnahme zum neuen Stadtteil Dietenbach beschlossen.

Eine Chance für studentischen Wohnraum, sozialverträgliche Mieten und urbanes Wachstum – Der Stadtteil Dietenbach

Die Wohnraumproblematik ist eines der größten und schwerwiegendsten Probleme der Freiburger Studierendenschaft. Der Bedarf an studentischem Wohnraum kann jedes Jahr aufs Neue nicht gedeckt werden, was in erster Linie zwei Folgen nach sich zieht: Zumeinen sind Studierende dazu gezwungen, in das Umland abzuwandern; zum anderen steigende Mietpreise bei dem viel zu knapp vorhandenen Wohnraum immer weiter zuzahlen.

Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, verstehen Freiburg nicht nur als Universitätsstadt, sondern auch als wachsende Großstadt. Als solche lebt die Stadt von Wachstum und der sozialen Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Letztere kann nicht ermöglicht werden, wenn die finanziell schwächer Aufgestellten dazu gezwungen sind, außerhalb der Stadt zu wohnen.Wir sehen in einem neuen Stadtteil Dietenbach eine Chance, diesem Problem entgegenzuwirken.

Laut Aussagen der Stadtverwaltung soll auf dem geplanten Gebiet Wohnraum für bis zu 12.700 Menschen entstehen. Wir befürworten dieses Vorhaben, jedoch nicht ohne Einschränkungen. Ein neuer Stadtteil Dietenbach muss von der Planung bis zur Realisierung ein Beispiel für urbanes Wachstum werden. Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, fordern nicht nur die konsequente Durchsetzung der 50%-Quote für sozialen Mietwohnungsbau, sondern fordern die Stadtverwaltung darüber hinaus dazu auf, über diese 50%hinaus zu arbeiten und den sozial geförderten Wohnraum über das Maß der üblichen Zeit zu erhalten.

Wir fordern auch, dass die Dimension „studentischer Wohnraum“ explizit in die Planung aufgenommen wird. Dies sollte in Kooperation mit dem Studierendenwerk geschehen. Des Weiteren erhoffen wir uns, dass bei einem Stadtteil, der zur sozialen Vielfalt der Stadt beitragen soll, auch von Beginn an Orte der Begegnung, des Austausches, des Nachtlebens, der sportlichen Betätigung und der Kultur mit bedacht werden. Darüber hinaus ist eine gute Infrastruktur für Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel sowie eine möglichst familienfreundliche und barrierefreie Gestaltung unabdingbar, um den Stadtteil Dietenbach nachhaltig in den gesamtstädtischen Kontext einzubinden.

Uns als Studierenden und Vertreter*innen der jüngeren Generation ist auch eine zukunftsfähige Gestaltung des neuen Stadtteils besonders wichtig. Die Studierendenschaft unterstützt das Ziel der Stadt Freiburg, bis ins Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Wir fordern deshalb, dass die Realisierung des Stadtteils Dietenbach die Mindestforderung der Klimaneutralität erfüllt und bereits beim Bau möglichst umweltschonende Baumethoden und -materialien zum Einsatz kommen. Dazu muss auch ein angemessenes, konkretes Ausgleichskonzept für die versiegelten Flächen, die von ökologischer und landwirtschaftlicher Bedeutung sind, gewährleistet sein.

Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, unterstützen einen studentischen, sozialen, nachhaltigen und urbanen Stadtteil Dietenbach.