Sehr gut besuchte Auftaktveranstaltung der Freiburger Gemeinderatsfraktionen

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Auftaktveranstaltung der Befürworter des neuen Stadtteils Dietenbach im Freiburger Gemeinderat zum Bürgerentscheid am 24.2.2019.  

Blick in den Saal

Rund 260 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich über die Planungen zum neuen Stadtteil und über die Möglichkeiten, sich für den Bau des Stadtteils einzusetzen, informiert.

Grüne, CDU, SPD, UL , Junges Freiburg / die Grünen und die Freie Wähler warben in ihren kurzen Statements dafür, beim Bürgerentscheid am 24.02.2019 mit NEIN zu stimmen und damit den Bau des bezahlbaren und attraktiven neuen Stadtteils Dietenbach möglich zu machen.

Freiburger Gemeinderat spricht sich klar und deutlich FÜR die Bebauung des Dietenbachgebiets aus

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns heute an Sie, um Sie als Unterstützerin und Unterstützer des neuen Stadtteils Dietenbach zu gewinnen. Am 24. Februar 2019 werden die Bürgerinnen und Bürger Freiburgs darüber abstimmen, ob die Fläche nördlich des Rieselfelds zukünftig bebaut oder weiterhin als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird.

Mit einem NEIN auf die Fragestellung des Bürgerentscheids: „Soll das Dietenbachgebiet unbebaut bleiben?“, ermöglichen Sie eine richtungsweisende Entscheidung für Freiburgs Zukunft. Warum dies so ist, möchten wir Ihnen kurz darlegen.

Die Wohnraumsituation in Freiburg wird schon lange diskutiert und ist bekannt: Freiburg wächst – unter anderem wegen der erfreulich hohen Zahl an Geburten. Eine Nachverdichtung bestehender Quartiere reicht nicht aus, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Die Mieten steigen – vor allem bei Neuvermietungen. Immer mehr Menschen in der Mitte der Gesellschaft geben einen Großteil ihres Einkommens für die Miete aus. In der Wohnungsnotfallliste der Stadt befinden sich aktuell über 1.600 Haushalte, die Freiburger Stadtbau hat eine Warteliste von 3.000 Wohnungssuchenden und bei den Wohnungsbaugenossenschaften liegen die Wartezeiten bis zum ersten Wohnungsangebot bei mehreren Jahren.

Der Gemeinderat hat deshalb 2014 entschieden, die Fläche westlich der Besançonallee als neue Wohnbaufläche zu prüfen. Seit diesem Sommer liegt ein städtebaulicher Entwurf vor. Wir sehen die Bebauung des Dietenbachgeländes als einzige realistische Möglichkeit, der katastrophalen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in größerem Umfang etwas entgegen zu setzen und einen Stadtteil mit bezahlbaren Wohnungen zu bauen. Wenn man Flächen verbraucht, muss man das verantworten. Wir tun das, weil Dietenbach auch die große Chance ist langfristig preiswerten Wohnraum zu schaffen und bei der Planung neue Wege für einen urbanen, sozialen, vielfältigen und ökologischen Stadtteil der kurzen Wege zu gehen, der unterm Strich ein großer Gewinn für Freiburg sein wird. An alle Freiburgerinnen und Freiburger

Wir bitten Sie, uns beim Bürgerentscheid zu unterstützen.

Werben Sie in Ihren Organisationen und in Ihrem Umfeld für den neuen Stadtteil Dietenbach und daher für ein NEIN am 24. Februar 2019. Kommen Sie zu unserer Veranstaltung der Unterstützerinnen und Unterstützer eines neuen Stadtteils amDienstag, den 15. Januar 2019 um 19 Uhr ins Bürgerhaus am Seepark.

Wir werden Ihnen Dietenbach nochmals vorstellen und wir werden selbstverständlich Ihre Fragen beantworten. Teil der Veranstaltung ist auch, sich zu vernetzen und ein gemeinsames Engagement für ein neuen Stadtteil Dietenbach im Vorfeld des Bürgerentscheids anzustoßen.

Mit den besten Wünschen für geruhsame Feiertage und den besten Wünschen fürs neue Jahr verbleiben wir mit herzlichen Grüßen

Studentische Vollversammlung stimmt pro Dietenbach

Logo StuRa Uni Freiburg

Auf der studentischen Vollversammlung am 12.12 hat die Studierendenvertretung folgende Stellungnahme zum neuen Stadtteil Dietenbach beschlossen.

Eine Chance für studentischen Wohnraum, sozialverträgliche Mieten und urbanes Wachstum – Der Stadtteil Dietenbach

Die Wohnraumproblematik ist eines der größten und schwerwiegendsten Probleme der Freiburger Studierendenschaft. Der Bedarf an studentischem Wohnraum kann jedes Jahr aufs Neue nicht gedeckt werden, was in erster Linie zwei Folgen nach sich zieht: Zumeinen sind Studierende dazu gezwungen, in das Umland abzuwandern; zum anderen steigende Mietpreise bei dem viel zu knapp vorhandenen Wohnraum immer weiter zuzahlen.

Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, verstehen Freiburg nicht nur als Universitätsstadt, sondern auch als wachsende Großstadt. Als solche lebt die Stadt von Wachstum und der sozialen Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Letztere kann nicht ermöglicht werden, wenn die finanziell schwächer Aufgestellten dazu gezwungen sind, außerhalb der Stadt zu wohnen.Wir sehen in einem neuen Stadtteil Dietenbach eine Chance, diesem Problem entgegenzuwirken.

Laut Aussagen der Stadtverwaltung soll auf dem geplanten Gebiet Wohnraum für bis zu 12.700 Menschen entstehen. Wir befürworten dieses Vorhaben, jedoch nicht ohne Einschränkungen. Ein neuer Stadtteil Dietenbach muss von der Planung bis zur Realisierung ein Beispiel für urbanes Wachstum werden. Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, fordern nicht nur die konsequente Durchsetzung der 50%-Quote für sozialen Mietwohnungsbau, sondern fordern die Stadtverwaltung darüber hinaus dazu auf, über diese 50%hinaus zu arbeiten und den sozial geförderten Wohnraum über das Maß der üblichen Zeit zu erhalten.

Wir fordern auch, dass die Dimension „studentischer Wohnraum“ explizit in die Planung aufgenommen wird. Dies sollte in Kooperation mit dem Studierendenwerk geschehen. Des Weiteren erhoffen wir uns, dass bei einem Stadtteil, der zur sozialen Vielfalt der Stadt beitragen soll, auch von Beginn an Orte der Begegnung, des Austausches, des Nachtlebens, der sportlichen Betätigung und der Kultur mit bedacht werden. Darüber hinaus ist eine gute Infrastruktur für Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel sowie eine möglichst familienfreundliche und barrierefreie Gestaltung unabdingbar, um den Stadtteil Dietenbach nachhaltig in den gesamtstädtischen Kontext einzubinden.

Uns als Studierenden und Vertreter*innen der jüngeren Generation ist auch eine zukunftsfähige Gestaltung des neuen Stadtteils besonders wichtig. Die Studierendenschaft unterstützt das Ziel der Stadt Freiburg, bis ins Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Wir fordern deshalb, dass die Realisierung des Stadtteils Dietenbach die Mindestforderung der Klimaneutralität erfüllt und bereits beim Bau möglichst umweltschonende Baumethoden und -materialien zum Einsatz kommen. Dazu muss auch ein angemessenes, konkretes Ausgleichskonzept für die versiegelten Flächen, die von ökologischer und landwirtschaftlicher Bedeutung sind, gewährleistet sein.

Wir, die Studierenden der Universität Freiburg, unterstützen einen studentischen, sozialen, nachhaltigen und urbanen Stadtteil Dietenbach.